Donnerstag, 19. Mai 2011

Oh tender sailor man...

Es ist endlich so weit: Liz näht sich ein Matrosenkleid!

Nach Jahren des Planens und Habenwollens werden jetzt Nägel mit Köpfen gemacht.

Anlass mich selbst in den Hintern zu treten ist der Huttag in Lindenberg, auf dem die liebe Julia von der Hutmanufaktur Julace West einen Stand haben wird.
Da ich ihr verkaufen helfen werde muss natürlich ein schickes Outfit her - am besten passend zu den Produkten. Trachten oder Retro war die Frage - welche Frage? Retro natürlich.
Passend zur aktuellen Kollektion 2011, die den Filmdiven der 30er - 60er Jahre gewidmet ist.
Die Farben halten sich im Bereich Schwarz, Creme, Chocobraun, Latte (ein helles Milchkaffeebraun), Rot und Rosé.

Grundfarbe der Klamotte ist somit eh klar: schwatt mutt her!

Als Kombinationsfarbe wurde Crème erkoren, das ist am neutralsten. Bevor ich da nen ganz anderen Rotton erwische mangels Vorausabgleichsmöglichkeiten - nicht auszudenken!

Das Kleid selbst war eine etwas schwierigere Geburt - es gibt aber auch so viele schöne Schnitte die gut passen würden!
Dieser Burdaschnitt hier z.B. war in der engeren Auswahl:

Quelle: burdastyle.de

War mir dann aber doch zu krass - vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass ich mich darin bewegen können möchte.
Wär ja auch ganz praktisch so zum arbeiten. Das wird aber auf jeden Fall noch nachgeholt!

Naja, nach dem durchforsten verschiedener Quellen musst dann doch mal wieder mein Lieblingsschnitt herhalten. Da weiß man was man hat! :)

Es handelt sich hierbei um einen bis zur Unkenntlichkeit abgewandelten Burdaschnitt aus dem Jahre 1999 - ein Hemdblusenkleid.

Ich hatte den Schnitt 2008 für mein Halloweenkostüm (Zombie 1950s Diner Waitress) benutzt, was dann so aussah:
(einmal vor dem zombifizieren mit Kunstblut, Bleiche und Kaffee - und einmal fertig)
Soweit, so gut - und was soll jetzt draus werden?

Das da:

Bitte einmal Applaus für die für jedermann leicht verständliche Skizze!

Eigentlich wollte ich es letzte Woche schon nähen. Aber. Mein Freund ist am Sonntag für 2 Wochen Bergwerke unterminieren gefahren, deswegen sind wir dann doch noch etwas mehr aufeinander geklebt.
Sobald er aus der Tür war, wurde jedoch Schnittbau betrieben. Erfolgreich.
Am Abend dann mit Grausen festgestellt, dass nichts mehr von dem Stoff da war, den ich dafür verwenden wollte. (Liebe Nähtanten, ihr wisst schon: das Modell "schwarzer Baumwollstoff mit Elasthan, den man eh für alles verwenden kann")
Schluck!
Gut, kann man ja kaufen - gibts auch für 3 €/m beim Müller... passt also.
Am Montag dann halt. Danach Spontan-Ikeatour und Dienstags im Alleingang den 2,40-Schrank besiegen. Schrank muss sein!
Also am Mittwoch dann halt Zuschneiden. Auch gut.
Mittwoch ist man dann auf einmal so erkältet, dass man nur ins Bett fällt.
Dann halt nachts!

Wir sind eh krank und schlaflos, also warum nicht.
Und morgen in die Vorlesung geht eh auch nicht.

Alsooo... Mutti braucht jetzt erstmal nen Kaffee, dann gibts W.I.P. Fotos. :)

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