Dienstag, 30. August 2011

Hurra, ein Gewinnspiel! Hurra, dreckige Fingernägel!

Die liebe Miss von Xtravaganz macht ein Gewinnspiel zur Aufstockung des gewinnenden Kleiderschranks.
Soweit so gut, aaaber: damit ist auch ihre Aufforderung verbunden, zu den zu gewinnenden Accessoires ein Outfit zu entwerfen. Man darf auch zeichnen.
Ja. Zeichnen.

Wer mitmacht kann übrigens folgendes Accessoires-Set gewinnen:
(Sie sehen: viele hypsche Dinge auf einem Foto!)

Wie gut dass ich eh mal wieder mit Farbe rumsauen wollte. Wie gut dass ich zu dem Fascinator gleich ein Outfit im Kopf hatte. Aber wer könnte so einem niedlichen Hütchen auch widerstehen? (Keine Sorge, Julia - ich gehe Dir nicht fremd! Ich will nur spielen, äh, maaalen!:))
Also machen wir mal eine Runde mit. Sie sagt, man solle einen Post verfassen. Mach ich hiermit. Dann solle man das Outfit entwerfen. Grad fertig gekritzelt.

Bitteschön (Klick vergrößert):

(ja, es ist *nicht gescannt - unter anderem weil es immer noch nicht trocken ist... mein Skizzenbuch hat so gänzlich nasstechnik-ungeeignetes Papier, leider...Aber ich mal halt so gerne im Buch :))

Zum Outfit: es ist inspiriert von modernen Burlesque-Outfits und einer Jacke, die Juliette Lewis mal irgendwann an hatte. Ich war leider nicht dabei, sonst hätte ich sie ihr vom Leib gerissen. ;)

ich meine, kommt schon - man muss diese Frau doch einfach mögen!

...und wenn schon nicht sie, dann Federn auf der Schulterpartie!


zurück zum Outfit (oberhalb nochmal etwas größer). Es ist nicht nur schwarz und weiß, sondern auch violett. Weil Violett passt super zu den Farben der changierenden Hahnenfedern.
Kommen wir nun zum Bolero: die Federn sind auf einem Bolero an der Schulter angebracht.
Ich stelle mir dabei Hahnenfedern und -schlappen(auf dem Bild auf Band aufgenäht - Hahnenschweiffedern halt) vor, verschiedene Fasanenfedern und als Akzent das ein oder andere Pfauenauge.

Der Bolero selbst ist schwarz/lila mit Schulterpasse mit Absteppungen und die Ärmel sind durch einen perlmuttfarbenen Lederriemen gerafft, so dass sie puffärmelig aussehen. Das Leder könnte ich mir auch als Perlrochenimitat (ähnlich diesem hier) vorstellen. Es ist auch an der Unterkante des Boleros an der Blende mit Nietenverzierung eingesetzt.

Unter dem Bolero gibt es ein Korsett in Sanduhrform (meow!) über einem feinen Top mit angesetzten Körbchen aus einem weichen regelmäßig gefälteltem Stoff in violett, an der Oberkante mit festem schwarzem Lackleder abgesetzt.
Die Brustwarzen werden von 2 gerafften Chiffonstreifen verdeckt.

Das Korsett hat eine mit einer Perlenkette zwischen den Brüsten angesetzte Riemenkonstruktion aus demselben Leder wie der Bolero. Dekorativer Mittelpunkt ist eine altsilberne gegossene Pfeilspitze mit Löchern als Verbindungsstück.

Unter der Brust sind dekorative Ketten an 2 D-Ringen befestigt, deren Enden lose baumeln. Die Front ist aus schwarzem leicht glänzendem Material (evtl. fester Baumwoll-Kettsatin oder feines Leder) mit Teilungsnähten. Dann eine breite violette Paspel aus dem selben Material wie beim Bolero, die Abgrenzung bildet zu den mit vielen Ziersteppungen versehenen Seitenpanelen, die aus dem selben Material sind wie der schwarze Teil in perlmuttweiß, das dem Leder in der Farbe gleicht.
Das Korsett hat gerundete Hüftpassen, die mit dem selben Material besetzt sind wie die Körbchen des Tops.
Oberhalb der Strumpfhalter sind unter den Schleifen (mit Pünktchenmuster wie auf dem Fascinator) kleine D-Ringe mit angenäht, über das linke Bein laufen darin eingehängt wieder dekorative Ketten, u.a. auch die Kette mit der Zier-Uhr aus Miss von Xtravaganz's Set.
Die Strumpfhalter sind auch wieder in Form kleiner altsilberner Pfeilspitzen.

Strümpfe dazu: Nahtnylons oder Netzstrümpfe. Keine zerrissenen Strumpfhosen fürs Cabaret! :)

Am Hintern hat die gute Dame auf dem Bild dann noch einen Federpuschel, der hinten ins Korsett gebunden wird und sich während des Auftritts neckisch bewegen und dann mit etwas Gewackel und Gehüpfe - wie die Damen das ja immer so elegant machen - ausziehen lässt.



Neben monumentalen Tunnels und Kampfbemalung gibt es zum Outfit dann noch massig Armbänder, einen Cab Driver-Handschuh mit blitzförmigem Netzeinsatz und meine Traum-New Rock Boots. (falls mir die jemand schenken will wehre ich mich übrigens nicht dagegen, im Gegenteil!)

So. Puh. Das wars glaub ich. Lange Beschreibung, aber das Outfit ist in meinem Kopf schon komplett da.:) Hat Spaß gemacht, mal wieder rumzusauen - und ich bin verdammt glücklich über die letzte Woche erworbene Nagel-und Handwaschbürste. Warum ich da noch nicht früher drauf gekommen bin? Naja, tusche-klebrige Finger sind eh super. :)


Ich poste ihr das jetzt als Backlink und bin gespannt darauf, welches Los die xtravagante Glücksfee ziehen wird - und bedanke mich für den Ansporn, mal wieder etwas aufs Papier zu bringen!


Dank gebührt im Übrigen auch den Genitorturers für die musikalische Untermalung. ;)
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Eine Anmerkung noch zum normalen Blog-Geschehen: es gibt übrigens inzwischen Unmengen Bilder (20 GB ca....) vom spontanen Urlaub in Genua und den damit verbundenen Fototouren, die ich im Lauf dieser und nächster Woche sichten werde - ein Post dazu wird folgen, es gibt viel aufzuarbeiten! Jetzt aber ist Zeit fürs Bett. Ich wünsche eine gute Nacht!

Sonntag, 28. August 2011

Tarte aux Pommes = a pan full of steaming, cinnamon-drenched goodness!

Ankündigungen sollte man nicht zu vollmundig machen manchmal, das ist nicht so gut. (So wie meine Ankündigung "wieder zu bloggen", jaja.) Ein voller Mund mit Apfel-Tarte hingegen ist sehr gut.

Diejenige welche war heute mein erster Versuch, vegan zu backen... und sie kam bei den heute zum Kaffeebesuch gekommenen Gästen sehr gut an. Morgen steht der große Büro-Test an.
Das Rezept und Bilder gibt es hier vorher schon. :)


die knackigen Hauptdarsteller

das verwendete Rezept ist meine abgewandelte Version des Rezepts "Easy Tarte aux Pommes" von Lauren Ulm von vegan yum yum. Die Seite ist übrigens generell empfehlenswert, viele leckere vegane Rezepte, die man auch gut zuhause nachkochen kann.

Tarte aux Pommes

Angaben für eine 9 Inch-Pieform, ich habe die Pie-Form von Ikea verwendet, die 31 cm Durchmesser hat. Mit der Menge wird der Teig wirklich sehr dünn und der Rand nicht ganz so breit wie bei Lauren. Ich fand das sehr lecker so, ist aber Geschmackssache. Wenn man einen dickeren Teig möchte, kann man die Menge einfach erhöhen.

Kommen wir nun aber zu den Zutaten:

Mürbeteig

  • 300 ml Mehl (ich habe Vollkorn-Weizenmehl verwendet um die Tarte rustikaler zu machen)
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker
  • 120 ml Fett (ich habe Rama Bio verwendet, in kleine Würfel geschnitten gemessen ging es recht gut)
  • 2-4 EL ordentlich kaltes Wasser

Belag

  • 4-5 Äpfel - saure Sorten wie Granny Smith sind geeignet, aber generell alle Äpfel, die beim Backen in Form bleiben (festere Sorten, keine mehligen Äpfel)
  • Saft einer Zitrone (oder 2, je nachdem wie viele Apfelstückchen man hat)
  • 2-3 EL Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Muskat
  • gehackte Nüsse (ich habe ein paar Walnüsse gehackt, so 2-3 EL ist eine gute Menge)
  • eine handvoll Rosinen (1-2 EL)
  • ein Schuss Quittenlikör (Calvados geht sicher auch gut, ist klassisch mit Apfelrezepten, wenn man Orangenmarmelade nimmt stelle ich mir auch Grand Marnier gut vor)
  • 2-3 EL geschmolzene Margarine
  • Marmelade zum glasieren (ich habe Bitterorangen-Marmelade verwendet)
Teig herstellen:

Mehl, Salz, Zucker und kühles Fett in einer Rührschüssel mit dem Knethaken vermengen bis etwa erbsengroße Brocken entstehen.

Ein bisschen Eiswasser dazugeben, bis sich der Teig gut verkneten lässt. (die Konsistenz sollte Mürbeteig-typisch sein, so wie Ausstechplätzchenteig)

Mit dem Wasser vorsichtig dosieren, ich habe trotz Vollkornmehl etwas weniger gebraucht als von Lauren angegeben!

Wenn der Teig gut verknetet ist, zu einer Kugel formen, flachdrücken und in Frischhaltefolie mindestens 1/2h in den Kühlschrank geben.

Währenddessen die Zitrone(n) auspressen, den Saft in eine Schüssel geben.

Die Äpfel entkernen, nach Geschmack schälen (oder auch nicht). Schmale Scheiben schneiden und diese gleich durch den Zitronensaft ziehen, damit sie gleichmäßig bedeckt sind.

Den Teig aus dem Kühlschrank holen und dünn ausrollen, so dass er größer als die Form ist. Man kann diese Art Kuchen laut Originalrezept auch einfach wie ein Galette ohne Form, nur mit aufgerolltem Rand machen - dann braucht man sich natürlich nicht an die Form halten, sondern den Teig einfach so groß ausrollen dass sich der Rand auch noch ausgeht.
Sah bei mir dann so aus, da meine Form etwas groß ist:

...jetzt wäre eine gute Zeit, um den Ofen auf 200°C vorzuheizen! ;)

Vom Rand ausgehend kann man jetzt die Äpfel auflegen. Das am besten so dicht wie möglich machen, da die Äpfel durch das Backen weich und etwas kleiner werden und sich aneinander schmiegen. Mit meinem Schatten im Bild sieht es so aus:

Hätte man aber sogar *noch* dichter legen können, mhm!

Wenn man die Äpfel auf dem Teig hat, kann man den Teig mit dem Likör beträufeln und die Gewürze sowie Rosinen und gehackte Nüsse (ich habe grob gehackte Walnüsse genommen) auf die Äpfel streuen. Wer schlau ist, packt die Rosinen zwischen Äpfel oder eher randwärts in den Bereich wo der restliche Teig darübergefaltet wird, damit sie nicht von oben verbrennen. Das sieht dann so aus:

Dann wird der Teigrand nach innen geschlagen:


Jetzt ist es fast vollbracht!
Auf den Teigrand wird jetzt die geschmolzene Margarine gestrichen, wenn etwas übrig ist, das auf die Äpfel träufeln. Darüber kommt der Zucker, damit der Kuchen Farbe bekommt.
Ta dah! Und ab in den vorgeheizten Ofen damit!
Der Spaß muss 45-55 Minuten backen, bis der Kuchen eine schöne goldbraune Farbe hat. Beim Gasherd kann es sein dass er die nicht bekommt... mein Herd ist da ja immer ein suuuper Beispiel.
Dann einfach nach der angegebenen Backzeit checken, wie der Kuchen aussieht und ob der Teig schon fest ist.
Kurz vor Ende der Backzeit sollte man nun die Marmelade etwas erwärmen. Ich habe eine knappe halbe Kaffeetasse voll in der Mikrowelle bei niedriger Temperatur durchrödeln lassen.

Wenn der Kuchen dann fertig ist - raus aus dem Ofen!

Direkt so lange er noch heiß ist mit der Marmelade glasieren.

Achtung, heiß!

Nicht die Zunge dran verbrennen, bitte! Am besten lässt man das ganze wenigstens bis es lauwarm ist abkühlen, damit die Marmelade wieder fester wird und nicht überall rumklebt.
Das war's dann auch schon!


Mahlzeit!

Als musikalische Untermalung empfehle ich übrigens Amanda Palmer. Unbedingt laut mitsingen!