das verwendete Rezept ist meine abgewandelte Version des Rezepts
"Easy Tarte aux Pommes" von Lauren Ulm von
vegan yum yum. Die Seite ist übrigens generell empfehlenswert, viele leckere vegane Rezepte, die man auch gut zuhause nachkochen kann.
Tarte aux Pommes
Angaben für eine 9 Inch-Pieform, ich habe die Pie-Form von Ikea verwendet, die 31 cm Durchmesser hat. Mit der Menge wird der Teig wirklich sehr dünn und der Rand nicht ganz so breit wie bei Lauren. Ich fand das sehr lecker so, ist aber Geschmackssache. Wenn man einen dickeren Teig möchte, kann man die Menge einfach erhöhen.
Kommen wir nun aber zu den Zutaten:
Mürbeteig
- 300 ml Mehl (ich habe Vollkorn-Weizenmehl verwendet um die Tarte rustikaler zu machen)
- 1/2 TL Salz
- 1/2 TL Zucker
- 120 ml Fett (ich habe Rama Bio verwendet, in kleine Würfel geschnitten gemessen ging es recht gut)
- 2-4 EL ordentlich kaltes Wasser
Belag
- 4-5 Äpfel - saure Sorten wie Granny Smith sind geeignet, aber generell alle Äpfel, die beim Backen in Form bleiben (festere Sorten, keine mehligen Äpfel)
- Saft einer Zitrone (oder 2, je nachdem wie viele Apfelstückchen man hat)
- 2-3 EL Zucker
- 1 TL Zimt
- 1 Prise Muskat
- gehackte Nüsse (ich habe ein paar Walnüsse gehackt, so 2-3 EL ist eine gute Menge)
- eine handvoll Rosinen (1-2 EL)
- ein Schuss Quittenlikör (Calvados geht sicher auch gut, ist klassisch mit Apfelrezepten, wenn man Orangenmarmelade nimmt stelle ich mir auch Grand Marnier gut vor)
- 2-3 EL geschmolzene Margarine
- Marmelade zum glasieren (ich habe Bitterorangen-Marmelade verwendet)
Teig herstellen:
Mehl, Salz, Zucker und kühles Fett in einer Rührschüssel mit dem Knethaken vermengen bis etwa erbsengroße Brocken entstehen.
Ein bisschen Eiswasser dazugeben, bis sich der Teig gut verkneten lässt. (die Konsistenz sollte Mürbeteig-typisch sein, so wie Ausstechplätzchenteig)
Mit dem Wasser vorsichtig dosieren, ich habe trotz Vollkornmehl etwas weniger gebraucht als von Lauren angegeben!
Wenn der Teig gut verknetet ist, zu einer Kugel formen, flachdrücken und in Frischhaltefolie mindestens 1/2h in den Kühlschrank geben.
Währenddessen die Zitrone(n) auspressen, den Saft in eine Schüssel geben.
Die Äpfel entkernen, nach Geschmack schälen (oder auch nicht). Schmale Scheiben schneiden und diese gleich durch den Zitronensaft ziehen, damit sie gleichmäßig bedeckt sind.
Den Teig aus dem Kühlschrank holen und dünn ausrollen, so dass er größer als die Form ist. Man kann diese Art Kuchen laut Originalrezept auch einfach wie ein Galette ohne Form, nur mit aufgerolltem Rand machen - dann braucht man sich natürlich nicht an die Form halten, sondern den Teig einfach so groß ausrollen dass sich der Rand auch noch ausgeht.
Sah bei mir dann so aus, da meine Form etwas groß ist:

...jetzt wäre eine gute Zeit, um den Ofen auf 200°C vorzuheizen! ;)
Vom Rand ausgehend kann man jetzt die Äpfel auflegen. Das am besten so dicht wie möglich machen, da die Äpfel durch das Backen weich und etwas kleiner werden und sich aneinander schmiegen. Mit meinem Schatten im Bild sieht es so aus:
Hätte man aber sogar *noch* dichter legen können, mhm!
Wenn man die Äpfel auf dem Teig hat, kann man den Teig mit dem Likör beträufeln und die Gewürze sowie Rosinen und gehackte Nüsse (ich habe grob gehackte Walnüsse genommen) auf die Äpfel streuen. Wer schlau ist, packt die Rosinen zwischen Äpfel oder eher randwärts in den Bereich wo der restliche Teig darübergefaltet wird, damit sie nicht von oben verbrennen. Das sieht dann so aus:
Dann wird der Teigrand nach innen geschlagen:
Jetzt ist es fast vollbracht!
Auf den Teigrand wird jetzt die geschmolzene Margarine gestrichen, wenn etwas übrig ist, das auf die Äpfel träufeln. Darüber kommt der Zucker, damit der Kuchen Farbe bekommt.
Ta dah! Und ab in den vorgeheizten Ofen damit!
Der Spaß muss 45-55 Minuten backen, bis der Kuchen eine schöne goldbraune Farbe hat. Beim Gasherd kann es sein dass er die nicht bekommt... mein Herd ist da ja immer ein suuuper Beispiel.
Dann einfach nach der angegebenen Backzeit checken, wie der Kuchen aussieht und ob der Teig schon fest ist.
Kurz vor Ende der Backzeit sollte man nun die Marmelade etwas erwärmen. Ich habe eine knappe halbe Kaffeetasse voll in der Mikrowelle bei niedriger Temperatur durchrödeln lassen.
Wenn der Kuchen dann fertig ist - raus aus dem Ofen!
Direkt so lange er noch heiß ist mit der Marmelade glasieren.

Achtung, heiß!
Nicht die Zunge dran verbrennen, bitte! Am besten lässt man das ganze wenigstens bis es lauwarm ist abkühlen, damit die Marmelade wieder fester wird und nicht überall rumklebt.
Das war's dann auch schon!
Mahlzeit!
Als musikalische Untermalung empfehle ich übrigens Amanda Palmer. Unbedingt laut mitsingen!